Am 23.11.06 wurde ich um 12:07 Uhr in Saarbrücken geboren. Ich war bei der Geburt 52 cm groß und habe 2.935 Gramm gewogen. Da bist du. Sei uns willkommen. Es steht dir nicht an der Stirn geschrieben, was in der Welt über dich verhängt ist, und wir wissen nicht, wie es dir gehen wird. Aber gottlob, dass du da bist! Mamas Tagebuch von unserem Aufenthalt im Krankenhaus: Deine Geburt war für den 23.11. geplant, da ich einen Kaiserschnitt hatte. Außer dein Papa und ich hat von dem Termin keiner gewusst. Wir waren die Tage davor eigentlich ganz cool und gar nicht nervös. Wir konnten uns gar nicht vorstellen, dass wir jetzt bald Eltern sein sollen. Das war schon eine komische Vorstellung. Am Abend vor der OP waren wir noch schön im Burger King uns die Bäuche voll schlagen. Ab 00:00 Uhr durfte ich nichts mehr essen und trinken. Geschlafen haben wir beide super und morgens um 6 Uhr mussten wir im Krankenhaus sein. Sie haben mich dann ans CTG gehängt und wir haben noch dein Herz schlagen hören. Die Zeit verging eigentlich schnell. So um ca. 11 Uhr haben sie mich dann in den OP geschoben und die PTA gesetzt und vorbereitet. Um kurz vor 12 Uhr durfte dein Papa dann zu mir ans Kopfende. Dann um 12:07 Uhr wurdest du endlich geboren! Sie haben dich nur kurz übers Tuch gehalten und wir haben nur dein süßes Gesicht gesehen. Dann haben sie dich raus zum Kinderarzt gebracht und wir dachten sie bringen dich gleich zu uns. So war es vorher besprochen gewesen. Aber die Zeit verging und es passierte nichts und ich hab mir schon Sorgen gemacht. Dann rief der Arzt deinen Papa zu sich. Ich lag ja noch auf dem OP-Tisch. Als er weg war, dachte ich jetzt kommt er gleich mir dir auf dem Arm zu mir. Aber erst mal passierte nichts. Dann endlich kam dein Papa mit dir auf dem Arm in den OP-Saal. Du sahst so süß aus mit deinen dicken Augen. Als kämst du von einem Box-Kampf. Ich konnte dich nur mit einer Hand streicheln und hab gefragt warum es so lang gedauert hat. Dein Papa hat mir gesagt, dass was mit deinem Arm nicht richtig ist. Dann musstest du und Markus schon wieder raus gehen, da sie mich fertig genäht haben. Als sie mich raus schoben warst du und Markus auf dem Flur. Er hat mir dich auf den Arm gegeben und gesagt, dass es nicht Schlimm wäre, du wärst so süß und wir würden das packen. Aber dann wurde mir schlecht und sie haben mir dich wieder weggenommen. Ich bekam dann irgendeine Spritze und sie haben mich in den Aufwachraum geschoben. Dort war ich ganz allein und wusste immer noch nicht genau was dir denn fehlt. Ich sagte zu der Schwester dann, dass Markus und du zu mir runter kommen sollen. Aber du durftest dort nicht hin, da es zu kalt für dich wäre. Dein Papa kam dann allein und hat mir erzählt was passiert ist. Wir konnten es nur nicht verstehen, da es immer geheißen hat, dass du kerngesund bist. Damit hatte wirklich niemand gerechnet. Wir wussten auch nicht, dass es so etwas überhaupt noch gibt. Ich hab Markus dann hoch geschickt und gesagt er soll Bilder von dir machen, damit ich dich endlich mal richtig sehen kann. Als ich die dann sah, war ich überglücklich. Ich musste bis zum späten Nachmittags dort liegen bleiben. Von der ganzen Aufregung ging auch meine Narbe wieder auf und ich hab ziemlich viel geblutet. Zwischendurch ist Markus dann mal heim gefahren um deiner Oma und deinem Opa zu sagen, dass du endlich da bist. Es wusste ja noch keiner. Sie haben sich auch sehr auf dich gefreut. Ich hab dann auch mal zu hause angerufen und deinem Opa erzählt, dass du endlich da bist. Ich hab gesagt er und deine Oma sollen bitte vorbei kommen. Irgendwann wurde ich dann endlich hoch auf die normale Station geschoben und Markus hat dort im Zimmer auf mich gewartet. In dem Moment waren meine Eltern und Marion (deine Gode) auch bereits da. Dann hab ich deinen Papa gefragt ob er dich endlich zu mir holen kann. Ich wollte dich doch endlich mal richtig drücken und küssen. Dann endlich hatte ich dich richtig im Arm und war so glücklich, dass du endlich bei mir warst. Wir waren alle einfach nur froh, dass du nun bei uns warst. Deine Oma, Opa und Gode waren sehr stolz, dich endlich auf den Arm nehmen zu dürfen. Später hab ich zu Markus gesagt, dass er auch seine Eltern anrufen soll damit sie dich endlich sehen können. Als sie kamen haben sie uns auch gedrückt. Sie waren sehr stolz auf dich und haben sich auch direkt in dich verliebt. Du sahst aber auch wirklich zu süß aus. Dicke Augen, dicke Nase und ganz verschlafen. Zum Glück hatten dein Papa und ich ein Familienzimmer, so konnten wir die ganzen 5 Tage zusammen im Krankenhaus bleiben. Alleine wollte keiner von uns sein. Geschlafen haben wir in dieser Nacht fast gar nicht. Das war unser 1. Tag mit dir, den wir so lange herbeigesehnt hatten. Auch wenn wir uns viele Sorgen um dich gemacht haben, haben wir dich von der 1. Sekunde an geliebt und hätten dich für nichts auf der Welt wieder hergegeben. Geht leise - es ist müd von der Reise! Es kommt weit her: vom Himmel übers Meer; vom Meer den dunklen Weg ins Land, bis es die kleine Wiege fand - Geht leise!